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2016: Guliro, Ruanda

Ruanda liegt in Ostafrika, ist einer der dichtest bevölkerten Staaten weltweit und ist bei uns vor allem durch den Genozid bekannt, welcher 1994 stattfand. In etwa 100 Tagen wurden in Ruanda über eine Million Menschen ermordet.

Heute ist dieses kleine Land im Herzen Afrikas einer der stabilsten Staaten in dieser Region und entwickelt sich sowohl zu einem beliebten Reiseziel als auch zu einem wirtschaftlichen Zentrum. Touristen werden von den Berggorillas und auch von der hügeligen Landschaft angezogen. Ruanda wird zu Recht als das „Land der tausend Hügel“ bezeichnet.

Doch der Großteil der Bevölkerung spürt kaum etwas vom zunehmenden Tourismus, sondern geht nach wie vor der Beschäftigung nach, welche seit mehreren Jahrzehnten ausgeübt wird. Die Menschen sind Bauern, bestellen kleine Felder und verkaufen die überschüssigen Waren auf den Märkten. Viele arbeiten auch in Teefabriken, oder transportieren die benötigten Produkte von einem Ort in den nächsten. Wenn die Regenzeiten stark sind und die Trockenzeiten zu heiß, gibt es in Ruanda Hungersnöte, denn die Menschen leben von der Agrarwirtschaft.

Der Alltag von Kindern in Ruanda besteht daraus, Aufgaben des Überlebens zu übernehmen. Kinder holen Wasser, wobei sie jeden Tag große Distanzen zu Fuß zurücklegen müssen, sie sammeln Feuerholz und schneiden Gras für das Vieh. Kinder müssen auf ihre kleinen Geschwister aufpassen, welche sie auf den Rücken gebunden bekommen. Kinder arbeiten auf den Feldern mit und müssen die Hausarbeit erledigen. Kinder müssen ab 6 Jahren auch zur Schule gehen, wobei die Schulpflicht 8 Jahre beträgt.

Nach einer Reise im Jahr 1997 nach Ruanda rund um das Bergdorf Guliro gründete sich der österreichische Verein „Mehr Mut“. Guliro liegt auf 2.400 m und die Menschen sind dort vor allem der Kälte und viel Regen ausgeliefert. Der Verein macht es sich seitdem zur Aufgabe Projekte zu injizieren, welche nachhaltig Arbeitsplätze schaffen.

Es wurde eine Bäckerei und eine Hühnerfarm gegründet, welche ihre Produkte vor Ort verkaufen. Es gibt ein Handarbeitsprojekt, welches Frauen die Möglichkeit bietet selbstständig Geld zu verdienen und somit die Familie zu versorgen. Seit 2003 betreibt der Verein „Mehr Mut“ einen Kindergarten im Bergdorf Guliro. Vier Kindergärtnerinnen betreuen rd. 60 Kinder und geben ihnen die Möglichkeit spielerisch zu lernen und schenken ihnen die Zeit „Kinder zu sein“! Zudem erhalten die Kinder jeden Morgen einen warmen Brei, welcher für viele Kinder überlebensnotwendig ist, sie bekommen Kleidung und werden bei Bedarf auch medizinisch unterstützt.

Infos zum Verein Mehr Mut unter: www.mehrmut.com

Fragen zum Projekt in Guliro: anna.wegscheiderabc@abcgmx.at